Vereinssatzung

§ 1    Name, Rechtsform, Sitz

Der am 16. Dezember 2001 in Waakirchen gegründete Verein führt den Namen
"Soziale Projekte Südmarokko". Er soll in das Vereinsregister beim
Amtsgericht Miesbach eingetragen werden. Nach der Eintragung erhält er den
Zusatz e.V.( eingetragener Verein ). Sitz des Vereins ist Waakirchen.
 

§ 2     Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3   Zweck, Zweckverwirklichung, Steuerbegünstigung

Aufgabe des Vereins ist es, nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter
Ausschluss von parteipolitischen, konfessionellen, beruflichen, rassischen und
militärischen Gesichtspunkten Entwicklungshilfeprojekte zu fördern; dieser Zweck
wird durch die Unterstützung kleiner und mittlerer Projekte zugunsten der
Landbevölkerung und des ländlichen Raums in Südmarokko erreicht.
Der Verein verfolgt dieses Ziel ausschließlich und unmittelbar durch eigenes Wirken
auf gemeinnütziger Grundlage (zur Zeit geregelt in der Abgabenordnung 1977
(§ 51 ff. AO )), und zwar dadurch, dass soziale und karitative Projekte gefördert
werden, die geeignet sind, die Entwicklung in Dörfern und Kleinstädten und nicht
zuletzt in der Landwirtschaft Südmarokkos zu fördern.

Der Verein will mit solchen gezielten Entwicklungshilfe-Maßnahmen zur wechsel-
seitigen Verständigung beitragen.
Er handelt damit auch im Sinne von Claudia Küppers, die 1996, vor ihrer
Ausbildung zur Tierarzthelferin an der Ludwig-Maximilians-Universität München,
mehrere Monate an einem GTZ-Projekt im Nationalpark Souss-Massa mitgearbeitet
hat und im März 2001, während eines mehrmonatigen Praktikums im Rahmen des
Studiums der Landwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan, bei einem
Arbeitsunfall auf einem landwirtschaftlichen Gut bei Taroudannt, ebenfalls
Südmarokko, tödlich verunglückt ist.

Die Tätigkeit des Vereins ist selbstlos; er verfolgt nicht in erster Linie
eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen
Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied
keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf darüber hinaus keine Person
durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.    

§ 4    Mitgliedschaften

Der Verein kann Mitglied in in- und ausländischen Verbänden werden, soweit eine
Mitgliedschaft der Erfüllung seiner Aufgaben dient.

   

§ 5    Mitglieder des Vereins

Mitglieder des Vereins können natürliche oder juristische Personen werden.
   

§ 6    Erwerb der Mitgliedschaft

Ein schriftlicher Aufnahmeantrag ist an den Vorstand des Vereins zu richten.
Der Aufnahmeantrag soll den Namen, Beruf, das Alter und die Wohnung des
Bewerbers enthalten. Minderjährige Mitglieder bedürfen zur Aufnahme der
schriftlichen Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters.

Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Das Ergebnis der Entscheidung
wird dem Bewerber schriftlich bekannt gegeben.

   

§ 7    Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, durch freiwilligen Austritt oder durch
Ausschluss von Seiten des Vorstands. Der freiwillige Austritt erfolgt durch
schriftliche Anzeige an den Vorstand mit einer Frist von 6 Wochen zum Ablauf
eines Kalenderjahres. Erfolgt die Kündigung verspätet, so ist der Austritt
erst zum nächstmöglichen Termin möglich.

Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen, wenn das Mitglied wiederholt gegen
die Satzung verstoßen hat, die Interessen des Vereins nach außen nicht vertritt sowie
gegen Beschlüsse und Anordnungen der Vereinsorgane verstößt. Ein Ausschluss ist
auch dann geboten, wenn dem Mitglied unehrenhaftes Verhalten nachgewiesen wird
und dies mit dem Vereinsleben im unmittelbaren Zusammenhang steht.    

§ 8    Mitgliedsbeiträge

Die Höhe und die Fälligkeit des Mitgliedsbeitrags werden von der Mitglieder-
versammlung in einer Beitragsordnung festgelegt.

Geraten Mitglieder des Vereins unverschuldet in eine Notlage, können die
Beiträge entweder gestundet oder für die Zeit der Notlage teilweise oder ganz
erlassen werden. Der Erlassantrag ist an den Vorstand zu richten, der entscheidet,
ob ein Erlass in Betracht kommt.
 

§ 9    Rechte und Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied ist berechtigt, an der Willensbildung im Verein durch Ausübung
des Antrags-, Diskussions- und Stimmrechts in der Mitgliederversammlung
teilzunehmen. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Eine Übertragung des Stimmrechts
auf andere Personen ist nicht zulässig. Alle Mitglieder sind ferner berechtigt, an
allen sonstigen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen.

Die Mitglieder des Vereins sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach
Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck
des Vereins gefährdet werden könnten. Die Mitglieder haben die jeweils gültige
Vereinssatzung und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Jeder Wechsel
des Wohnorts ist dem Vorstand umgehend anzuzeigen.    

§ 10    Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.  

§ 11    Ordentliche Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung wird in der ersten Hälfte eines jeden
Kalenderjahres durchgeführt.

Die Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand schriftlich - möglich auch per Fax
oder E-Mail - unter Angabe der Tagesordnungspunkte und unter Einhaltung einer
Frist von mindestens zwei Wochen einzuberufen. Die Frist beginnt mit dem auf
die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Werktag.
Die Tagesordnungspunkte werden vom Vorstand bestimmt.

§ 12    Aufgaben der Mitgliederversammlung

Der Mitgliederversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
   a)   Entgegennahme und Genehmigung des schriftlichen Geschäftsberichts des
         Vorstands und des Rechnungsabschlusses; Entlastung des Gesamtvorstands;
   b)   die Beschlussfassung über den Haushaltsvoranschlag;
   c)   die Bestellung und Amtsenthebung der Mitglieder des Vorstands;
   d)   die Festlegung der Beitragsordnung;
   e)   die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die freiwillige
         Auflösung des Vereins;
   f)   die Beratung und die Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung
        anstehende Fragen;
   g)   die Bestellung von zwei Rechnungsprüfern.


Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen
Mitglieder beschlussfähig.

Die Abstimmung erfolgt durch einfaches Handzeichen. Die Mitgliederversammlung
kann auch eine andere Art der Abstimmung beschließen.
Ein Antrag ist angenommen, wenn er einfache Stimmenmehrheit erhält.
Stimmengleichheit gilt als Ablehnung des Antrags. Ungültige Stimmen bzw.
Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt.

Sind Satzungsänderungen erforderlich, ist eine Stimmenmehrheit von 3/4 der
erschienenen, zur Auflösung des Vereins eine solche von 4/5 der erschienenen
gültig abstimmenden Mitglieder erforderlich.

Gültige Beschlüsse, ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung, können nur zur Tagesordnung gefasst
werden.

Bei Neu- oder Ergänzungswahlen ist derjenige gewählt, der mehr als die Hälfte der
abgegebenen Stimmen erhalten hat. Stimmen, deren Ungültigkeit der Vorsitzende
der Versammlung feststellt, gelten als nicht abgegeben. Hat niemand mehr als
die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet eine Stichwahl
zwischen den beiden Kandidaten statt, die die meisten Stimmen auf sich vereint
haben. Gewählt ist derjenige, der in der Stichwahl die meisten Stimmen erhält;
bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Vorsitzenden der Versammlung zu
ziehende Los. Über die Verhandlungen und Beschlüsse der Mitgliederversammlung
ist ein Protokoll aufzunehmen, das von dem die Versammlung leitenden
Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 13    Verfahrensordnung für die Mitgliederversammlung

Anträge aus der Reihe der Mitglieder sind spätestens sieben Tage vor
Zusammentritt der ordentlichen Mitgliederversammlung dem Vorstand schriftlich
mit kurzer Begründung einzureichen. Gehen die Anträge später ein, können sie
u.U. als Dringlichkeitsanträge behandelt werden, die nur von der Mitglieder-
versammlung mit einfacher Mehrheit anerkannt werden können.

§ 14    Außerordentliche Mitgliederversammlung

Die Einberufung außerordentlicher Mitgliederversammlungen erfolgt durch den
Vorstand. Der Vorstand ist dazu verpflichtet, wenn es das Interesse des Vereins
erfordert oder wenn die Berufung von 1/3 aller Mitglieder schriftlich unter
Angabe des Zwecks und des Grundes vom Vorstand verlangt wird.

Eine von der Vereinsminderheit ordnungsgemäß beantragte außerordentliche
Mitgliederversammlung muss spätestens vier Wochen nach Zugang des Ersuchens
an den Vorstand einberufen werden. Die Tagesordnung ist mit einer Ladungsfrist
von zwei Wochen schriftlich den einzelnen Vereinsmitgliedern mitzuteilen.
Im Übrigen gelten für die außerordentliche Mitgliederversammlung die
Bestimmungen für die ordentliche Mitgliederversammlung entsprechend.

§ 15   Vorstand

  Der Vorstand besteht aus

   a)   dem 1. Vorsitzenden,
   b)   dem 2. Vorsitzenden als dessen Stellvertreter
   c)   dem Schriftführer
   d)   dem Kassierer
   e)   dem Beisitzer bzw. den Beisitzern
        (Es können bis zu drei Beisitzer gewählt werden).

Als Vorstandsmitglied kann nur eine natürliche Person gewählt werden; sie muss
Mitglied des Vereins sein. Die Mitglieder des Vorstands werden, und zwar jedes
einzelne für sein Amt, von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren
mit der Maßgabe gewählt, dass ihr Amt bis zur Durchführung der Neuwahl
fortdauert.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so ist eine außerordentliche
Mitgliederversammlung zur Durchführung einer Ersatzwahl zu berufen. Das Amt
des so gewählten Vorstandsmitglieds endet mit der Durchführung der von der
ordentlichen Mitgliederversammlung vorzunehmenden Neuwahl des Vorstands.
Eine Ersatzwahl kann unterbleiben, wenn die Neuwahl in nicht mehr als drei
Monaten vorzunehmen und der Vorstand trotz Ausscheidens eines Mitglieds
beschlussfähig geblieben ist.

Außer durch Tod und Ablauf der Wahlperiode erlischt das Amt eines Vorstands-
mitglieds mit dem Ausschluss aus dem Verein, durch Amtsenthebung und Rücktritt.
Die Mitgliederversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne
seiner Mitglieder ihres Amtes entheben. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit
schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an ein anderes
Vorstandsmitglied, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die
Mitgliederversammlung zu richten.Der Rücktritt wird erst mit Wahl eines
Nachfolgers wirksam.

§ 16    Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist für alle Aufgaben zuständig,
die nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen
Wirkungskreis fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

   a)   Die Durchführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlungen;
   b)   die Erstellung des Haushaltsvoranschlags sowie die Abfassung des Geschäfts-
        berichts und die Erstellung und Abfassung des Jahresabschlusses;
   c)   die Vorbereitung der Mitgliederversammlung;
   d)   die Einberufung und Leitung der ordentlichen und der außerordentlichen
        Mitgliederversammlungen;
   e)   die ordnungsgemäße Verwaltung und Verwendung des Vereinsvermögens,
        letzteres mit Ausnahme im Falle des Vereinsendes;
   f)   die Aufnahme und der Ausschluss von Vereinsmitgliedern;
   g)   die Anstellung und Kündigung von Arbeitnehmern des Vereins
   h)   die Prüfung und Bewilligung von Vorschlägen zu Entwicklungshilfeprojekten
        im Sinne von § 3 der Satzung.
   

§ 17    Projektausschuss

Der Vorstand kann zu seiner Unterstützung eine Projektleitung bzw. Projektgruppen
für die Findung, Auswahl und Durchführung von ( im Sinne von § 3 der Satzung )
geeigneten Projekten bestellen.

§ 18    Geschäftsführung und Vertretung des Vorstands

Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende
und der Kassierer. Jeweils zwei vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich
in allen Vereinsangelegenheiten, soweit erforderlich nach Maßgabe der Beschlüsse
der Mitgliederversammlung.
Der 1. Vorsitzende führt den Vorsitz in der Mitgliederversammlung und im
Vorstand. Bei Gefahr im Verzug ist er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in
den Wirkungskreis der Mitgliederversammlung oder des Gesamtvorstands fallen,
unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen und Rechts-
geschäfte abzuschließen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung
durch das zuständige Vereinsorgan.

Der Schriftführer unterstützt den Vorstand bei der Erledigung der Vereinsgeschäfte.
Ihm obliegt die Führung der Protokolle in den Mitgliederversammlungen und
Vorstandssitzungen. Er ist auch für die Chronik des Vereins verantwortlich.

Dem Kassierer obliegt die ordnungsgemäße Führung der Bücher und Unterlagen,
die die Kassengeschäfte des Vereins betreffen.

Beisitzer überwachen zusätzlich den gesamten Geschäftsablauf und unterstützen den
Vorsitzenden und seinen Stellvertreter je nach Bedarf.

Einer Vorstandssitzung bedarf es nicht, wenn alle Vorstandsmitglieder einem
Vorschlag oder einem Beschluss schriftlich zustimmen.

§ 19    Verfahrensordnung für Beschlüsse des Vorstands

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn seine Mitglieder mit einer Woche Ladungsfrist
eingeladen und mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Die Einladung
hat unter Bekanntgabe einer Tagesordnung schriftlich - möglich auch per Fax oder
E-Mail - zu erfolgen. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei
Stimmengleichheit gibt die Stimme des 1. Vorsitzenden bzw. des die Sitzung
leitenden Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 20    Protokollierung der Beschlüsse

Die von den Vereinsorganen ( § 10 der Satzung ) gefassten Beschlüsse sind
schriftlich niederzulegen und von dem jeweiligen Tagungsleiter und dem Schrift-
führer zu unterschreiben. Die Beschlüsse sind noch in der Versammlung bzw.
Tagung zu verlesen. Ist dies nicht möglich, so sind sie in der nächsten
Mitgliederversammlung bzw. in der nächsten Tagung eines anderen Vereinsorgans
zu verlesen und von dieser bzw. diesem genehmigen zu lassen.

§ 21    Aufgaben der Rechnungsprüfer

Die Rechnungsprüfer prüfen alle Bücher und Belege, den gesamten Zahlungsverkehr
und das vorhandene Vermögen.

§ 22    Haftung

Für Schäden gleich welcher Art, die einem Vereinsmitglied aus der Teilnahme an
Mitgliederversammlung oder Tagung eines Vereinsorgans entstanden sind, haftet
der Verein nur, wenn einem Organmitglied oder einer sonstigen Person, für die der
Verein nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts einzustehen hat, Vorsatz
oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

§ 23    Auflösung und Verwendung des Vereinsvermögens

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 12
der Satzung festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden.

Falls die Mitgliederversammlung nichts Anderes beschließt, sind der 1. Vorsitzende,
der 2. Vorsitzende und der Kassierer zu Liquidatoren ernannt. Zur Beschlussfassung
der Liquidatoren ist Einstimmigkeit erforderlich. Die Rechte und Pflichten der
Liquidatoren bestimmen sich im Übrigen nach den Vorschriften des Bürgerlichen
Gesetzbuches über die Liquidation (§§ 47 ff. BGB ).

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das
Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die
künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts
ausgeführt werden.